Unterspritzungen mit Botulinumtoxin: Was Sie wissen müssen

Unterspritzungen mit Botulinumtoxin, das umgangsprachlich oft nur "Botox" genannt wird,  gelten bei der Bekämpfung von tiefen Falten an Stirn und Augen als besonders effektiv. Die Substanz blockiert die Reizübertragung zwischen Nerv und Muskel, sodass sich die darüber liegende Haut entspannt. Hierdurch wird eine weitere Vertiefung von Mimikfalten (z.B. Lachfalten oder "Krähenfüsse" an den Augenwinkeln oder der sogenannten „Zornesfalte“ über der Nase) verhindert.

Was ist Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin ist ein Protein, welches aus dem Bodenbakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. Die Entdeckung wird dem deutschen Landarzt Justinus Kerner (1786 – 1862) zugeschrieben. Von den sieben bekannten Variationen (A bis G) wird in der Medizin hauptsächlich der Typ A eingesetzt. Neben der Faltenbehandlung eignet sich Botulinumtoxin auch für die Therapie neurologischer Bewegungsstörungen und anderer Krankheiten. Das Mittel ist in mehr als 70 Ländern für über verschiedene 20 Indikationen zugelassen.

Was passiert bei einer Unterspritzung mit Botulinumtoxin?

Ähnlich wie bei einer Faltenunterspritzung mit Hyaluron wird die flüssige Substanz mit einer feinen Nadel injiziert – jedoch nicht in die Haut, sondern direkt in den jeweiligen Muskel. Die Behandlung ist nahezu schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Nach der Prozedur muss der Kopf für einige Stunden aufrecht gehalten werden, da die Muskeln Zeit brauchen, um das Medikament aufzunehmen.

 

Einer der Vorteile von Unterspritzungen mit Botulinumtoxin ist, dass der Patient nach der Behandlung sofort wieder gesellschaftsfähig ist. An den Einstichstellen sind im Normalfall allenfalls kleine Rötungen zu sehen, die nach kurzer Zeit verschwinden. Sportliche Aktivitäten und körperliche Anstrengung sollten jedoch vermieden werden.

Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

Da Unterspritzungen mit Botulinumtoxin seit Jahrzehnten zu den am häufigsten durchgeführten Beauty-OPs zählen, kann die ästhetische Medizin auf einen breiten Erfahrungsschatz bei der Anwendung des Nervengiftes zurückgreifen. Bei korrekter Injektionstechnik und Dosierung ist die Gefahr, dass benachbarte Muskeln unbeabsichtigt ruhiggestellt werden, äusserst gering. Falls solche Nebenwirkungen dennoch auftreten, klingen sie nach etwa drei Monaten wieder ab, ohne dass eine zusätzliche Behandlung nötig ist.

 

Wie bei jeder Injektion besteht auch bei Unterspritzungen mit Botox die Möglichkeit, dass an der Einstichstelle kleinere Blutergüsse sichtbar werden. In sehr seltenen Fällen kommt es ausserdem vor, dass nach der Behandlung ein leichter Kopfschmerz auftritt, der zwei bis vier Stunden anhält. Häufiger ist jedoch eine gegenteilige Wirkung zu beobachten: Bei vielen Migräne-Patienten lassen die Kopfschmerzen nach einer Unterspritzung mit Botuinumtoxin spürbar nach.

Kann die Behandlung beliebig oft wiederholt werden?

Botuinumtoxin wird durch körpereigene Enzyme abgebaut, sodass es nach drei bis sechs Monaten seine Wirkung verliert. Eine Wiederholung der Faltenbehandlung ist aus medizinischer Sicht bedenkenlos möglich. Ausgenommen sind Patientinnen, die ein Kind erwarten oder sich in der Stillzeit befinden. Nerven-, Muskel- und Autoimmunerkrankungen sind ebenfalls Kontraindikationen für eine Unterspritzung mit Botulinumtoxin.

 

Um zu erfahren, ob Sie ein „Kandidat“ für eine Faltenreduzierung mit Botulinumtoxin sind, sollten Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren. Unsere Kontaktdaten und Öffnungszeiten finden Sie hier.